Schnellfinder Projekte

CARE Dossier zu Cholera am Weltgesundheitstag, 7. April 2009

von Linda Besigiroha und Sabine Wilke

Gesunder Geist, gesunder Körper – in vielen Ländern ein Luxus

„Wer gesund ist, hat Hoffnung. Und wer Hoffnung hat, hat alles“, so ein arabisches Sprichwort. Gesundheit ist das höchste Gut, sagt man auch in Deutschland. Und darin liegt viel Wahrheit. Besonders für Menschen in ärmeren Ländern ist ein gesunder Körper ihr Kapital. Sind sie krank oder geschwächt, können sie nicht arbeiten und ihren – ohnehin nur geringen – Lebensunterhalt verdienen. Frauen müssen häufig ihre kranken Familienmitglieder pflegen. Kranke Kinder verpassen die Schule und hinken in ihrer körperlichen Entwicklung hinterher. Umgekehrt verstärkt Armut das Risiko von Krankheiten.

Wer sich in den Tropen kein Moskitonetz fürs Bett leisten kann, wird sich früher oder später mit  Malaria infizieren – und kann daran sterben. Dabei kostet solch ein Netz gerade einmal vier Euro. Frauen haben oft keine andere Wahl, als sich für etwas Geld zu prostituieren – trotz  AIDS-Gefahr auch ohne Kondom, wenn der Kunde es fordert. Armut und Krankheit bilden deshalb ein tödliches Tandem.

 

Vom Herzinfarkt zur Flussblindheit

In den Industrieländern sind Herzinfarkte und Schlaganfälle die häufigsten Todesursachen. Übergewicht ist hierfür oft der Auslöser. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass 2005 weltweit mehr als 1,6 Milliarden Menschen über 15 Jahren übergewichtig waren.

Die Killer in Entwicklungsländern sind dagegen Atemwegsinfektionen, Durchfallerkrankungen und die Infektionskrankheiten  AIDS, Tuberkulose und Malaria. Im Jahr 2007 starben zwei Millionen Menschen an AIDS und mehr als 1,7 Millionen an Tuberkulose. Alle drei Sekunden stirbt ein Kind an Malaria. Während Sie 20 Minuten in diesem Dossier blättern, werden also 400 Kinder sterben.

Aber auch unbekannte Krankheiten bedrohen das Leben von Menschen in Entwicklungsländern. Die WHO nennt sie „vernachlässigte tropische Infektionskrankheiten“, weil sie lediglich die Ärmsten der Armen treffen. Deshalb stehen sie am Rande des internationalen Scheinwerferlichts. Experten schätzen, dass weltweit eine Milliarde Menschen an einer oder mehrerer dieser vernachlässigten Infektionskrankheiten leidet. Dazu gehört beispielsweise die Flussblindheit, die durch  Fadenwürmer übertragen wird und das Augenlicht angreift. 37 Millionen Menschen sind weltweit infiziert.  Bilharziose ist ebenfalls eine Wurminfektion, die durch die Berührung mit verseuchtem Süßwasser auftritt. Weltweit tragen 200 Millionen Menschen den Erreger, mehr als 20 Millionen leiden unter schweren  Symptomen wie Entzündungen an Darm, Blase und Leber.

CARE-Dossier: Cholera

In letzter Zeit hört man auch immer häufiger von Cholera. Aber ist das nicht eine dieser Krankheiten, die es vor Urzeiten mal gab? Warum bricht sie immer noch aus? Und was kann man dagegen tun? Auf all diese Fragen gibt das  CARE Dossier Cholera eine Antwort.

Hier treffen Sie  Michael und Edna, die in Simbabwe von Dorf zu Dorf fahren und den Menschen zeigen, wie sie sich vor Cholera schützen können. Dazu beschreiben  Fotos aus dem Ostkongo ein CARE Cholera-Behandlungszentrum. Und es gibt auch medizinisches Fachwissen: Prof. Dr. Hans Dieter Nothdurft vom Tropeninstitut der Universität München erklärt im  Interview, was Cholera genau ist. Wie es derzeit in Simbabwe aussieht, wo die Cholera jüngst schwer gewütet hat, davon kann CARE-Mitarbeiter Wolfgang Gressmann berichten. Er ist zur Zeit in Harare und steht Medien als  Interviewpartner zur Verfügung.

 

Nach oben

 
Ihre Spende kommt an.
Jetzt spenden

CARE eNews abonnieren:

Abschicken!

Kontakt

Geschäftsführung

 
Share |

 

© Copyright 2009 CARE Deutschland-Luxemburg e.V.