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Hilfe für Flüchtlinge des Bürgerkrieges und lokale Bevölkerung

Projektdaten

Landkarte von Sri Lanka.

Land/Region:  Sri Lanka/ Region Mannar
Kurzbeschreibung: Hilfe für intern Vertriebene
Lokale Partner: CARE Sri Lanka
Finanzierung: Europäische Kommission (ECHO)
Laufzeit: Oktober 2007 - Juni 2008

Mutter mit Ihrem Kind auf dem Arm.
Mehr als 20 Jahre herrscht Bürgerkrieg in Sri Lanka. Viele Menschen mussten schon mehrmals vor der Gewalt fliehen. Foto: CARE/Josh Estey

Im Jahr 2006 ist der Bürgerkrieg in Sri Lanka nach sechs Jahren Waffenstillstand wieder ausgebrochen. Über 3.000 Menschen sind allein in 2006 kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen, Rebellen und paramilitärischen Einheiten sowie Attentaten, Entführungen, Folter und Mord zum Opfer gefallen. Mehr als 200.000 Menschen sind nach Angaben der Vereinten Nationen Flüchtlinge im eigenen Land. Viele von ihnen mussten im Laufe der über 20-jährigen Geschichte des Bürgerkrieges schon mehrmals aus ihren Heimatdörfern fliehen.

Der Mannar Distrikt liegt im Nordwesten Sri Lankas und Teile der Region befinden sich unter der Kontrolle der Rebellen. In den letzten Monaten sind tausende Flüchtlinge in den Regierungsgebieten im Mannar Distrikt angekommen. Die große Mehrzahl ist bei Verwandten oder Bekannten untergekommen. Die Lage dort ist sehr angespannt, da die meisten Einwohner kaum selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen können. Der Konflikt hat sie isoliert – Händler sind von Märkten abgeschnitten, Fischer dürfen nicht mehr mit ihren Booten aufs Meer fahren. Der Bevölkerungszustrom wirkt sich auch auf die Wasserversorgung aus, die vorhandenen Brunnen können auch unter normalen Bedingungen kaum die Einwohner versorgen. Auch die wenigen sanitären Einrichtungen sind nicht ausreichend, so dass sich Durchfall- und andere Erkrankungen epidemisch ausbreiten.

Wie hilft CARE?

CARE, mit Unterstützung des Generaldirektorats Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (ECHO), stellt sicher, dass sowohl die Bewohner als auch die Flüchtlinge sich nachhaltig selbst ernähren können, ausreichend Trinkwasser erhalten und sanitäre Anlagen zur Verfügung haben. Insgesamt 4.000 Familien in 22 Dörfern werden in die Aktivitäten integriert. Sie erhalten Materialien, um sich Gemüsegärten anzulegen oder Ziegenställe zu bauen, außerdem bekommen sie Ziegen, Saatgut und Fische für die Fischzucht. Brunnen und Latrinen sorgen für Trinkwasser und Hygiene in den Dörfern. Zusammen mit anderen Organisationen sowie den zuständigen Behörden führt CARE Gesundheitstrainings und Planungsworkshops durch, die den Gemeinden helfen, das Trauma des Konfliktes zu verarbeiten.

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Bild von Axel Rottländer.

Axel Rottländer
 rottlaender[at]care.de

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