Land/Region: Somalia/Afgoye
Kurzbeschreibung: Bau von Latrinen für 35.400 Menschen zur Eindämmung von Krankheiten in Flüchtlingslagern, Verteilung von Hilfsgütern, Aufklärung über Hygiene
Lokale Partner: Nichtregierungsorganisation „Hirja“
Finanzierung: Auswärtiges Amt
Laufzeit: Dezember 2007 bis Januar 2008
Der Bürgerkrieg in Somalia hat Hunderttausende zu Vertriebenen im eigenen Land gemacht. Viele Bewohner Mogadischus haben sich nach Afgoye gerettet, das westlich der Hauptstadt liegt. Schätzungen zufolge leben dort derzeit doppelt so viele Vertriebene wie Einwohner. Da nicht genügend Notunterkünfte vorhanden sind, behelfen sich die Menschen mit Behausungen, die sie aus Plastikplanen und Ästen entlang der Straßen bauen. So sind sie nur notdürftig vor den Niederschlägen in der Regenzeit geschützt. Unter diesen Umständen ist die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser äußerst schwierig. Auch die hygienischen Verhältnisse sind prekär, da sanitäre Anlagen fehlen oder überlastet sind. Somit besteht eine große Gefahr, dass sich Krankheiten und Seuchen ausbreiten.
CARE Deutschland-Luxemburg baut im Rahmen eines dreimonatigen Projekts über 1.000 Latrinen in elf verschiedenen Flüchtlingslagern rund um die Gebiete von Lafoole und Corbies. Damit werden sanitäre Anlagen für rund 5.900 Familien (ca. 35.400 Personen) zugänglich und die Gefahr der Ausbreitung von Seuchen wird gedämmt. Zusätzlich verteilt CARE Seife an jede der Familien, um die hygienische Situation weiter zu verbessern. Mitarbeiter vor Ort informieren außerdem die Flüchtlinge darüber, wie man im Alltag das Risiko der Übertragung von Krankheiten minimieren kann. Beim Bau von Latrinen wird insbesondere auf die Bedürfnisse von Frauen Rücksicht genommen. So wird sichergestellt, dass diese einen gewissen Schutz vor gewaltsamen Übergriffen von Männern besitzen. Bei der Umsetzung des Projekts arbeitet CARE zum wiederholten Male mit der lokalen Hilfsorganisation „Hirja“ zusammen.

Axel Rottländer
rottlaender[at]care.de
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