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Selbst züchten und anbauen

Projektdaten

Lankkarte von Simbabwe.

Land/Region: Simbabwe, Stadt Gweru und Distrikt Gutu
Kurzbeschreibung:
Nahrungsmittelhilfe für städtische und ländliche Bevölkerung
Lokale Partner:
CARE Simbabwe
Finanzierung:
Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (ECHO)
Laufzeit: Oktober 2009 bis August 2010

Die Bevölkerung in Simbabwe hat Mühe, sich selbst mit ausreichend Nahrung zu versorgen (Bild: CARE/Axel Rottländer)
Die Bevölkerung in Simbabwe hat Mühe, sich selbst mit ausreichend Nahrung zu versorgen (Bild: CARE/Axel Rottländer)

"Kornkammer Afrikas"– dieser Begriff war lange Zeit eng verbunden mit Simbabwe. Die fruchtbaren Böden und die gute Infrastruktur machten das Land zu einem der größten Agrarexporteure der Region. Doch seit den 1990er Jahren gibt es einen kontinuierlichen wirtschaftlichen Abwärtstrend. Eine Landreform scheiterte, weil die durch Enteignung entstandenen Lücken nicht produktiv gefüllt wurden, dazu kamen eine grassierende Inflation und Güterknappheit. Unter den Folgen leidet die Mehrheit der Bevölkerung, auch die zuvor dem Mittelstand angehörigen Simbabwer. Ganze Landstriche verarmen, es herrscht Nahrungsmittelknappheit und Unsicherheit. Seit März 2008 regiert eine Einheitsregierung unter Beteiligung der Opposition. Die Lage stabilisiert sich allmählich, inzwischen gilt der US-Dollar als offizielles Zahlungsmittel und konnte die Inflation bremsen. Dennoch leiden die Menschen nach wie vor unter Hunger und sind kaum in der Lage, sich selbst zu versorgen.

Wie hilft CARE?

Gemeinschaftsgärten helfen, wenn Nahrungsmittel in Geschäften knapp sind oder nicht bezahlbar (Foto: CARE/Rottländer)
Gemeinschaftsgärten helfen, wenn Nahrungsmittel in Geschäften knapp sind oder nicht bezahlbar (Foto: CARE/Rottländer)

Das Projekt hat zum Ziel, die Ernährungssituation für die ländliche und städtische Bevölkerung im Distrikt Gutu und der Stadt Gweru zu verbessern. Dies geschieht kurz- und langfristig. Zunächst verteilt CARE Saatgut und Dünger, damit zügig Lebensmittel angebaut und geerntet werden können. Für die langfristige Versorgung mit Milch und Fleisch stellt CARE auch Ziegen und Kaninchen zur Verfügung. Die Kleinnager sind besonders in städtischen Räumen gut zu halten, weil sie wenig Platz brauchen. Durch Aufzucht können die Menschen sich selbst versorgen und darüber hinaus auch Tiere verkaufen. In städtischen Gebieten unterstützt CARE auch die Einrichtung von Gemeinschaftsgärten. Das Prinzip ähnelt den deutschen Schrebergärten: Gemeinden nutzen eine Fläche in ihrer Nachbarschaft zum Anbau von Obst und Gemüse. Das nützt auch der Aufzucht der Kaninchen, die mit Abfällen aus den Gärten ernährt werden können.

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Bild von Axel Rottländer.

Axel Rottländer
 rottlaender[at]care.de

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