Schnellfinder Projekte

Nahrungsmittelhilfe für chronisch Kranke und ihre Haushalte

Projektdaten

Lankkarte von Simbabwe.

Land/Region: Simbabwe
Kurzbeschreibung:  Verbesserung der Ernährungsversorgung für chronisch Kranke und ihre Familien durch Verteilung von Nahrungsmitteln
Finanzierung: Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (ECHO)
Lokaler Partner:  Island Hospice, District AIDS Action Committee (DAAC), Ministry for Health and Child Welfare
Laufzeit: 06/2007 - 04/2008

Famile bei der Feldarbeit.
Für die Familien chronisch kranker Patienten bedeutet die Nahrungsergänzung eine große Entlastung (Bild: CARE/Axel Rottländer)

Chronisch kranke Menschen, die etwa an AIDS oder Tuberkulose leiden, bedürfen einer intensiven Pflege. Ihre Familien leiden unter der Doppelbelastung, den Haushalt zu führen und daneben auf die Bedürfnisse des Kranken einzugehen. In Simbabwe sind rund 18 Prozent der Bevölkerung mit dem HI-Virus infiziert. Da die Krankenhäuser meist überfüllt sind, ist die häusliche Pflege der Patienten oft die einzige Möglichkeit, sie am Leben zu halten. Im Haushalt fällt mit dem Kranken eine wichtige Arbeitskraft weg, und die übrigen Familienmitglieder müssen die Nahrungsversorgung alleine sichern. Dazu kommt, dass der Anbau von Getreide und Gemüse auf den nährstoffarmen Böden und durch die anhaltenden Dürren im Südwesten des Landes ausgesprochen schwierig ist. Für die kommenden Monate ist eine Fortdauer der extremen Trockenphase in Simbabwe vorhergesagt.

Der Zusammenhang zwischen Ernährung und chronischer Erkrankung liegt auf der Hand: Ohne ausreichende Ernährung kann ein Patient lebensnotwendige Medikamente nicht optimal aufnehmen. Sein ohnehin durch HIV geschwächtes Immunsystem wird so noch verletzlicher. Damit steigt das Risiko, frühzeitig zu sterben. Haben Patienten jedoch Zugang zu Medikamenten und ausreichender Ernährung, können sie weitestgehend so leben, wie sie es vor der Erkrankung getan haben. Vor allem aber können sie ihren Familien wieder bei der Arbeit in Haus und Garten helfen.

Wie hilft Care?

CARE Deutschland versorgt die Kranken mit therapeutischen Nahrungsmitteln, die einfach zuzubereiten sind und einen hohen Nährstoffgehalt aufweisen. Ein Beispiel hierfür ist das Produkt “Plumpy Nut”, eine energiehaltige, angereicherte Paste aus Erdnüssen, Trockenfrüchten und Milchpulver. Solche Lebensmittel sind gerade für diejenigen Menschen lebensnotwendig, die durch ihren Gesundheitszustand gängige Nahrung wie Mais oder Bohnen schlecht verdauen können. Die Produkte können zudem lange gelagert werden. Die übrigen Haushaltsmitglieder erhalten ein Mais-Soja-Gemisch als Nahrungsergänzung, das mit Wasser zubereitet wird.

CARE entlastet damit auch die pflegenden Familienangehörigen der chronisch Kranken, die so eine zusätzliche Nahrungsquelle erhalten. Die Familien werden zudem darin geschult, langfristig eine vollwertige Ernährung für sich und das kranke Haushaltsmitglied auch aus lokalen Produkten gewährleisten zu können. Verbessert sich der Zustand des Patienten, ersetzt CARE die therapeutische Nahrung durch das Mais-Soja-Gemisch. Das Projekt überwindet also den akuten Notstand der chronisch Kranken, damit sie anschließend in anderen CARE-Programmen weitere Unterstützung auf dem Weg zur Selbstversorgung bekommen können.

Spenden Sie online

Zurück zum Projekt-Archiv

Nach oben

 
Ihre Spende kommt an.
Jetzt spenden

CARE eNews abonnieren:

Abschicken!

Projektfinanzierung

Projektbetreuung

Bild von Axel Rottländer.

Axel Rottländer
 rottlaender[at]care.de

Zahlen / Fakten zu Simbabwe

Medieninformationen zu Simbabwe

G8-Gipfel: CARE fordert stärkere Beteiligung und Mitsprache für Entwicklungsländer

06.07.2009. 

Scharrenbroich: Partnerschaft bedeutet mehr als nur ein paar zusätzliche Stühle am Verhandlungstisch

Thomas Schwarz

» weiter

Cholera-Epidemie in Simbabwe übertrifft schlimmste Befürchtungen

18.02.2009. 

CARE: „Wiederherstellung der Wasserversorgung kostet 2,5 Millionen Euro"

CARE International

» weiter
Eine von vielen Cholera-Patientinnen in der Budiriro Polyklinik in Harare. Foto: Reuters Alertnet/Philimon Bulawayo.

Zimbabwe: Kampf gegen Cholera

05.12.2008. 

"Im Januar Hälfte der Bevölkerung von Hilfe abhängig"

Scharrenbroich: "Nicht politische Diskussionen sind jetzt gefragt, sondern Hilfe"

CARE International

» weiter
Größere Ansicht

Ernährungskrise im südlichen Afrika erreicht kritische Phase

21.10.2005. 

Ernährungsexperte Peter Pichler von CARE International Deutschland ist vor Ort. Zwölf Millionen Menschen sind vom Hunger bedroht.

Sandra Bulling

» weiter

Aktuelle Meldung zu Simbabwe

Susan und ihre Gemeinde haben sauberes Wasser. (Foto: CARE/ Josh Estey)

Simbabwe: Wasserholen mit Susan

19.12.2011. 

Wasser ist in Simbabwe Mangelware. CARE unterstützt Dorfgemeinden bei der Reparatur von Bohrlöchern, damit es Zugang zu sauberem Wasser gibt.

CARE International

» weiter
Lehrerin Alphoncina leitet die Schul-AG für Gesundheit. (Foto: CARE/ Josh Estey)

Simbabwe: Lehren und Lernen für eine gesündere Zukunft

15.12.2011. 

CARE und Schul-AG für Gesundheit bauen Trinkwasser- und Sanitäranlagen.

CARE International

» weiter
"We care about defending dignity and fighting poverty" - US-Außenministerin Hillary Clinton zu Gast bei CARE (Foto: CARE)

Hillary Clinton: “Ernährung ist der rote Faden, der alles verbindet”

14.05.2010. 

US-Außenministerin zu Gast bei CARE-Konferenz

Sabine Wilke

» weiter
"We care about defending dignity and fighting poverty" - US-Außenministerin Hillary Clinton zu Gast bei CARE (Foto: CARE)

Hillary Clinton: “Ernährung ist der rote Faden, der alles verbindet”

14.05.2010. 

US-Außenministerin zu Gast bei CARE-Konferenz

Sabine Wilke

» weiter
Ein Mädchen in Serbien - eines der Projektländer von CARE (Foto: CARE/Gignoux)

Frohes neues Projektjahr

11.01.2010. 

Von Afrika über den Balkan bis nach Lateinamerika: Ein Streifzug durch aktuelle CARE-Projekte

Sabine Wilke

» weiter
Ein Mädchen in Serbien - eines der Projektländer von CARE (Foto: CARE/Gignoux)

Frohes neues Projektjahr

11.01.2010. 

Von Afrika über den Balkan bis nach Lateinamerika: Ein Streifzug durch aktuelle CARE-Projekte

Sabine Wilke

» weiter
Eine Gemeinschaftstoilette wie hier in Kenia schützt vor Infektionen und Entwürdigung (Foto: CARE/von Roman)

Wenn die Notdurft krank macht

18.11.2009. 

Welttoilettentag am 19. November / 2,5 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sanitären Anlagen

Sabine Wilke

» weiter

Aus dem Bauch heraus

16.10.2009. 

Zum Welternährungstag: Online-Dossier mit Interviews und Geschichten rund ums Thema Nahrung und Hunger

Sabine Wilke

» weiter
(Foto: CARE/Holdt)

Aus dem Bauch heraus

14.10.2009. 

Zum Welternährungstag: Online-Dossier mit Interviews und Geschichten rund ums Thema Nahrung und Hunger

Sabine Wilke

» weiter

Ein tödliches kleines Bakterium

08.04.2009. 

Am 7. April war Weltgesundheitstag: Online-Dossier über Cholera

Sabine Wilke

» weiter

Ein tödliches kleines Bakterium

08.04.2009. 

Am 7. April war Weltgesundheitstag: Online-Dossier über Cholera

Sabine Wilke

» weiter

Tödliches Wasser

16.02.2009. 

In Simbabwe breitet sich die Cholera rasend schnell aus

CARE International

» weiter
Kinder in Simbabwe. Foto: CARE/A. John Watson

CARE International in Simbabwe

06.06.2008. 

Statement zur Aussetzung der Projektarbeit

CARE International

» weiter

Aktionen / Events zu Simbabwe

In dieser Kategorie gibt es zurzeit keine News.

 
Share |

 

© Copyright 2009 CARE Deutschland-Luxemburg e.V.