Kampf gegen Menschenhandel

Projektdaten

Landkarte von Serbien.

Land/Region: Serbien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo
Kurzbeschreibung:
Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen im Kampf gegen Menschenhandel
Lokale Partner:
CARE Serbien, CARE Bosnien
Finanzierung:
Europäische Kommission
Laufzeit:
Januar 2010 bis Dezember 2010

Die Verschleppung von Frauen, Mädchen und Kindern ist auf dem Balkan noch zu häufig traurige Realität. Viele der verschleppten Frauen und Mädchen kommen auch nach Deutschland und werden hier zur Prostitution gezwungen. Besonders betroffen sind Angehörige der Volksgruppe der Roma. Denn in ihren Gemeinschaften sind die Ursachen des Menschenhandels, darunter Armut, Schlechterstellung der Frau und häusliche Gewalt noch stärker präsent als bei vielen anderen Bevölkerungsgruppen.

Da die staatlichen Institutionen und die Zivilgesellschaft teilweise noch schwach ausgebildet sind, können die Kriminellen den sehr lukrativen Handel mit Menschen oft unbehelligt durchführen. Die Polizei und Strafverfolgungsbehörden können die Betroffenen nicht ausreichend vor dem organisierten Verbrechen schützen. Gleichzeitig fehlt es den Nichtregierungsorganisationen, die sich dem Problem annehmen, an Ressourcen und Kenntnissen, um effektiv gegen den Menschenhandel zu kämpfen.

Wie hilft CARE?

Gerade Roma-Gemeinschaften brauchen besonderen Schutz (Foto: CARE/Kronja)
Gerade Roma-Gemeinschaften brauchen besonderen Schutz (Foto: CARE/Kronja)

CARE unterstützt lokale Nichtregierungsorganisationen bei ihrem Kampf gegen den Menschenhandel und Zwangsprostitution. Die Mitglieder von über 40 Frauenorganisationen in den Ländern Bosnien und Herzegowina, Serbien und Kroatien erhalten Schulungen, um Aufklärungskampagnen und Aktionen gegen den Menschenhandel effektiver durchführen zu können. Bei der Planung dieser Kampagnen und Aktionen werden sie von CARE aktiv unterstützt und begleitet. CARE finanziert und begleitet außerdem Koordinierungstreffen zwischen den Mitgliedern dieser Organisationen. So können Erfahrungen weitergegeben werden. Teilnehmer des Projektes sind unter anderem Frauenorganisationen und staatliche Einrichtungen. Betroffene und Angehörige können sich an Telefon-Hotlines und Straßenarbeiter wenden.

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