Im südlichen Afrika bedroht eine Hungerkatastrophe das Leben von Kleinkindern, Kranken und Geschwächten. Zwölf Millionen Menschen in Simbabwe, Malawi, aber auch Sambia, Lesotho und Mosambik sind betroffen - nicht zum ersten Mal. Die Ursachen der Katastrophe sind vielfältig: Erst zu starke, dann ausbleibende Regenfälle und Dürre haben im vierten Jahr die Ernte zerstört. Saatgutmangel und die rapide Ausbreitung von HIV/Aids hindern viele Familien daran, die Felder zu bestellen. Um Leben zu retten, sind Nahrungsmittelhilfen dringend erforderlich. Doch Nahrungshilfen alleine reichen nicht aus. Vor allem Kleinkinder brauchen dringend Unterstützung.
CARE verbindet akute Nothilfe - wie Nahrungs- und Saatgutverteilung - mit umfangreicher Entwicklungsarbeit. Ziel ist, die Menschen im südlichen Afrika darin zu unterstützen, ihre Lebensgrundlage nachhaltig zu stabilisieren und sich vor künftigen Krisen aus eigener Kraft zu schützen.
In Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm verteilt CARE in der Krisenregion Nahrungsmittel und Saatgut. Gleichzeitig verbindet CARE die Nothilfe mit Langzeitprojekten, zum Beispiel zu alternativen Anbaumethoden, die Ernten widerstandsfähig und vielfältiger machen. CARE unterstützt die Bevölkerung durch das Einrichten von Bewässerungssystemen
und Gesundheitszentren, durch Spar- und Kleinkreditprogramme, die neue Einkommenswege neben der Landwirtschaft öffnen und durch konsequente Aufklärung zu Gesundheit, Hygiene und HIV/Aids.
Einen besonderen Schwerpunkt legt CARE auf die Versorgung von Kleinkindern, schwangeren und stillenden Frauen und die große Anzahl von Kindern, welche alleine für ihre Familien sorgen müssen.
So zum Beispiel in Malawi: Hier hat die Dürre nicht nur die Ernte, sondern auch die Trinkwasserversorgung zusammenbrechen lassen. Nur noch die Hälfte der Brunnen geben Wasser. Durch Übernutzung sind sie verdreckt. Kleinkinder erkranken an Durchfall, die sie in Verbindung mit Unterernährung das Leben kosten kann. Deshalb stellt CARE in Malawi auch Wasser und Latrinen bereit. In Schulungen lernen junge Mütter, wie sie bei ihren Kinder Unterernährung erkennen und diese durch nährstoffreiche lokale Nahrungsmittel heilen können.
Die schwerste Last in Zeiten des Hungers tragen jedoch die von Kindern geführten Haushalte im südlichen Afrika. Die meisten dieser Kinder haben ihre Eltern an HIV/Aids verloren und kämpfen mittellos ums Überleben. So auch Lorato aus Lesotho. Lorato ist 13 und alleine für drei jüngere Geschwister verantwortlich. Seit die Nachbarn ihr Essen nicht mehr mit ihnen teilen können, geht es den vier Kindern schlecht. Für sie und andere Aids-Waisen hat CARE in 40 Schulgebäuden Notspeisungen eingerichtet. Zusätzlich werden Schulgärten für die Kinder angelegt. Hier lernen sie, vitaminreiche Gemüsearten anzubauen und zuzubereiten.
"Mit Saatgut kann ich vor unserer Hütte einen Garten wie diesen einrichten", sagt Lorato. "Dann kann ich arbeiten und gleichzeitig die Kleinsten hüten. Und vielleicht kann ich von der Ernte sogar etwas verkaufen." Um die Kinder vor Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch zu schützen, baut CARE ein Netzwerk aus Gemeindehelfern und lokalen Kinderschutz-Initiativen auf.
Die Projekte im südlichen Afrika gehören zu den Jubiläumsprojekten, mit denen CARE den 60. Geburtstag des CARE-Pakets feiert. Helfen Sie uns, den Kindern im südlichen Afrika zu helfen! Zum Beispiel durch:
Nahrungshilfe für 1 Kind 3 Monate lang: 25 Euro
Saatgut für 1 Schulgarten: 60 Euro
1 Wassertank für 100 Personen: 200 Euro
Wolfgang Tyderle
Leiter Programme, Nothilfe-Koordinator, Afrika
Tel. +49 (0)228 97563-59
Fax +49 (0)228 97563-51