Sambia – CARE hilft Opfern sexueller Gewalt

Projektdaten

Land/Region: Sambia/Lusaka, Central, Copperbelt und Eastern Provinces
Kurzbeschreibung: Stärkung von zwei bestehenden Beratungszentren sowie Gründung von zwei weiteren Schutzunterkünften für Opfer sexueller Gewalt, Öffentlichkeitsarbeit
Lokale Partner: CARE Sambia, Young Women Christian Association, Zambia Society for Prevention of Child Abuse and Neglect, Police Victim Support Unit, Judiciary-Child Justice Forum, Women and Law in Southern Africa
Finanzierung: Europäische Kommission
Laufzeit: 02/2008 – 01/2010

Sexuelle Gewalt ist in Sambia weit verbreitet. Sie richtet sich gegen Frauen und Kinder, insbesondere Mädchen. Die Regierung hat zwar schärfere Maßnahmen gegen solche Verbrechen ergriffen, jedoch fehlen immer noch die Strukturen, um flächendeckend gegen diese vorzugehen. Die Opfer haben meist keine Möglichkeit, Schutz vor ihren Peinigern zu finden und Anzeige zu erstatten. Hinzu kommt, dass in großen Teilen Sambias Missbrauch, Vergewaltigung und Zwangsheirat nicht öffentlich verurteilt werden. Nur wenige Straftaten werden zur Anzeige gebracht und die Dunkelziffer ist sehr hoch.

Wie hilft CARE?

CARE Deutschland-Luxemburg richtet in Sambia zwei weitere Frauenhäuser für Opfer sexueller Gewalt ein. Die bereits bestehenden Beratungszentren werden darüber hinaus ausgebaut und gestärkt. Das Projekt soll bis zu 4.000 Frauen und Mädchen Beratung und Schutz bieten. Neben der psychologischen, medizinischen und juristischen Hilfe für die Opfer hat das Projekt das Ziel professionelle Helfer auszubilden.

Bis zu 700 Freiwillige aus der Bevölkerung, aber auch Beamte, Polizisten, Sozialarbeiter und medizinisches Personal werden für das Thema sensibilisiert und lernen den richtigen Umgang mit Opfern sexueller Gewalt. So soll gewährleistet werden, dass sie die Gewaltopfer auf einfühlsame Weise dabei unterstützen, ihre traumatischen Erlebnisse zu überwinden. Das Personal der Frauenhäuser leistet juristischen Beistand, damit die Gewalttaten zur Anzeige gebracht werden. Zusätzlich werden 100 traditionelle Führer und 40 Journalisten für die Thematik sensibilisiert, damit die Problematik stärker in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit rückt.

Bei der Umsetzung des Projekts arbeitet CARE eng mit mehreren sambischen Nichtregierungsorganisationen und den lokalen Polizeibehörden zusammen. Durch Öffentlichkeitsarbeit wird die Bevölkerung darin bestärkt, Übergriffe gegen Frauen und Kinder nicht zu verschweigen, sondern anzuzeigen. Die vielfältige Zusammenarbeit mit lokalen Partnern aus der Zivilgesellschaft sorgt für die Nachhaltigkeit der Maßnahmen, so dass diese auch nach Ablauf des Projekts gewährleistet ist. Das Projekt hat ein hohes Ansehen bei der Regierung Sambias und wird als außerordentlich innovativ angesehen, nicht nur innerhalb Sambias sondern auch im nationalen Umfeld.

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