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Lokaler Partner: CARE Ruanda Projekt „Die, die Kinder lieben“

Projektdaten

Landkarte von Ruanda.

Land/Region: Ruanda, Provinz Gitarama
Kurzbeschreibung: Aufbau eines Sozialnetzes für AIDS- und Kriegswaisen, die auf sich allein gestellt sind. Ausbildung von 600 erwachsenen Mentoren zur Betreuung der Waisen, psychosoziales Training und Berufsausbildung für Kinder und Jugendliche.
Lokaler Partner: CARE Ruanda

Warum hilft CARE?

Ein Kind wird von einem Jugentlichen gefüttert.
Ruandas AIDS-Waisen müssen selbst für sich sorgen. "Nkundabana" - "die, die Kinder lieben" - geben ihnen Hoffnung und Halt.

Ruanda ist eines der ärmsten Länder der Welt. Ethnische Spannungen führten 1994 zu einem Bürgerkrieg und einem Völkermord. 800.000 Menschen wurden getötet, zwei Millionen vertrieben. Die Folgen sind weit reichend: Das soziale Gefüge der meisten ruandischen Familien und Dorfgemeinschaften wurde zerstört, viele Menschen sind bis heute schwer traumatisiert.

Auch heute noch sind die Auswirkungen im ganzen Land zu spüren. Kinder haben Vater oder Mutter verloren. Etwa 422.000 Waisenkinder wachsen ohne elterliche Fürsorge auf, viele von ihnen sind für bis zu vier Geschwister verantwortlich. Kaum eine Waise geht zur Schule oder hat Zugang zu medizinischer Versorgung. Zusätzlich hat sich in den letzten Jahren HIV und die tödliche Krankheit AIDS rasant im „Land der tausend Hügel“ – wie Ruanda oft genannt wird – verbreitet. Handlangerarbeiten, aber auch armutsbedingte Prostitution, werden für viele zur Überlebensstrategie - der Teufelskreis aus Armut und AIDS schließt sich.

Herbert Grönemeyer tanzt mit einem Einheimischen.
Ein "Fun-Day" besonderer Art: Bei einem Besuch im CARE-Projekt tanzt Herbert Grönemeyer, Botschafter der Spendenaktion "Gemeinsam für Afrika", mit ruandischen Waisenkindern.

Laut UNICEF wurden 95 Prozent aller Kinder in Ruanda Zeugen von extremer Gewalt und Tod, oft waren eigene Familienmitglieder die Opfer. Die UN-Organisation vermutet, dass etwa 600.000 Kinder in Ruanda Symptome schwerer Traumatisierung zeigen.

Wie hilft CARE?

Das Projekt wird in einer Region Ruandas durchgeführt, in der besonders viele Kinder auf sich gestellt sind: In der Provinz Gitarama, südlich der Hauptstadt Kigali, sind die meisten Haushaltsvorstände Mädchen im Alter zwischen 13 und 19 Jahren. 3.000 Familienvorstände werden direkt in das Projekt einbezogen, indirekt sollen aber mindestes 18.000 Kinder davon profitieren. CARE-Mitarbeiter haben ein Netz für die jugendlichen Familienvorstände aufgebaut: Sozial motivierte Dorfmitglieder werden zu Mentoren der Kinder ausgebildet. Die Einheimischen nennen sie "Nkundabana" - "die, die Kinder lieben". Die 600 Mentoren unterstützen die jungen Familienvorstände in ihrer Entwicklung und bei der Bewältigung ihrer Probleme. Nkundabanas bilden auch eine Brücke zurück in die Gesellschaft, die die Waisenkinder oftmals verstoßen und geächtet hat. Zusätzlich ermöglicht CARE 500 jugendlichen Familienvorständen ein psychosoziales Training, in dem sie lernen, mit ihren schmerzlichen Erfahrungen umzugehen.

CARE hilft aber auch ganz praktisch - mit Lebensmitteln, mit Unterricht, mit Fortbildungen in Gartenbau und Viehhaltung. Das Projekt vermittelt darüber hinaus 750 jugendlichen Familienvorständen eine Berufsausbildung, um sie in ihrem Kampf um einen eigenen Lebensunterhalt zu unterstützen. Vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben erhalten viele der am Projekt beteiligten Kinder auch die Gelegenheit, einfach nur zu spielen und sich erholen, kurz: Kind zu sein. Das Projekt organisiert so genannte Fun-Days (Spaß-Tage), wo es ausnahmsweise nur um Sport, Spaß und Spiel geht.

 Wie die Nkundabanas den Kriegs- und AIDS-Waisen beistehen

 Tagesschau-Thema Ruanda - zehn Jahre danach. Der verdrängte Völkermord - die Wurzeln und Folgen des Genozids von 1994

 Projektbeteuung durch CARE AT

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