
Eine der "leisen" Katastrophen: das Erdbeben im indonesischen Sumatra. CARE half auch hier schnell den Bedürftigsten (Foto: CARE/Purnomo)
Luxemburg, 15. Juli 2010. Auch im zweiten Jahr nach der Gründung von CARE in Luxemburg a.s.b.l. konnte die humanitäre Organisation ihre Hilfsprojekte weiter ausbauen. Nachdem bereits 2008 die luxemburgischen Hilfsprojekte mit fast 260.000 Euro unterstützt werden konnten, stieg die Hilfe im Jahr 2009 auf mehr als 510.000 Euro.
„Wir freuen uns, dass mit der Akkreditierung von CARE durch das luxemburgische Ministerium für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Angelegenheiten im September 2009 ein neues Kapitel der vertrauensvollen und effizienten Zusammenarbeit aufgeschlagen werden konnte“, erklärt Robert Schadeck, Präsident von CARE in Luxemburg a.s.b.l.. Dabei habe sich CARE in Luxemburg auch im internationalen CARE-Netzwerk mit rund 14.000 Mitarbeitern den Ruf als „schneller Helfer“ aufbauen können.
„Dank der luxemburgischen Regierung und der großzügigen Unterstützung unserer Spender gelang es uns immer wieder, als erste CARE-Organisation Hilfe für Katastrophenopfer auf den Weg zu bringen“, erklärte Robert Schadeck. Dies hätte sich auch dieses Jahr in Haiti bestätigt, wo CARE in Luxemburg bereits drei Tage nach dem Beben die Trinkwasserversorgung unterstützte. „Das schaffen wir nur dank des Vertrauens unserer Spender, der Regierung und der Unternehmen“, erklärt Robert Schadeck.
Die Arbeit von CARE war 2009 geprägt durch „leise“ Katastrophen, die in der Öffentlichkeit der wohlhabenden Länder nur wenig Gehör fanden. So musste CARE in Luxemburg beispielsweise seine Unterstützung für eines der größten Flüchtlingslager der Welt, in Dadaab (Kenia) weiter ausbauen. Vor der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet sind 300.000 Menschen in der Wüste zwischen Kenia und Somalia auf lebenswichtige Hilfe angewiesen.
Im Herbst 2009 wurde Südostasien von zwei schweren Naturkatastrophen heimgesucht. Luxemburgische CARE-Projekte unterstützten unmittelbar nach dem Wirbelsturm Ketsana in Vietnam und Laos und dem Erdbeben im indonesischen Sumatra die betroffenen Menschen. Die Region ist häufig von solchen Naturkatastrophen betroffen, deshalb sind die CARE-Teams in den jeweiligen Ländern gut aufgestellt und können sofort helfen.
2009 hat sich erneut gezeigt, dass es zunehmend die sich verändernden klimatischen Bedingungen wie Dürren und häufigere Wirbelstürme sind, die unsere CARE-Helfer vor große Herausforderungen stellten. „Der Klimawandel erschwert die Armutsbekämpfung, das muss man leider in dieser Deutlichkeit feststellen“, so Schadeck.
Auch im laufenden Jahr 2010 engagiert sich CARE mit Hilfe seines weltweiten Netzwerkes schnell und effizient in den großen Katastrophen und zählte so zu den ersten und wichtigsten Hilfsorganisationen in Haiti. „Es sind aber weiterhin die leisen Katastrophen, die unsere besondere Aufmerksamkeit fordern“, betont Robert Schadeck. Als Beispiel nennt er den Niger, wo durch die anhaltende Dürre mehr als sieben Millionen Menschen nicht genug zu essen haben und 17 Prozent der Kinder stark unterernährt sind.
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