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20.05.10

CARE: Mit der UNO Nahrung für 1,5 Millionen Menschen im Niger

Frédéric Haupert

Häufige Dürren lassen den Menschen keine Zeit, sich zu erholen.

Vielen Menschen im Niger bleibt derzeit kaum eine Wahl - sie müssen ihr Zuhause verlassen, weil es nicht mehr genug zu essen gibt (Foto: CARE/Niandou)

Vielen Menschen im Niger bleibt derzeit kaum eine Wahl - sie müssen ihr Zuhause verlassen, weil es nicht mehr genug zu essen gibt (Foto: CARE/Niandou)

Luxemburg/Niamey, 20.05.2010. Das Welternährungsprogramm der UNO hat gemeinsam mit den nigrischen Behörden eine großangelegte Lebensmittelverteilung gestartet – einer der Partner ist die Hilfsorganisation CARE. Insgesamt werden in den kommenden Wochen 1,5 Millionen Menschen versorgt. Jeder fünfte Bewohner des westafrikanischen Landes ist von der immer bedrohlicher werdenden Nahrungskrise betroffen, deren Ursachen in den unzureichenden Regenfällen während der letzten Erntezeit liegen.

Viele Familien haben die täglichen Mahlzeiten reduziert oder mussten ihre Dörfer verlassen, weil es keine Nahrung mehr gibt. Das führt zu einer „Überforderung der Städte“, so CARE-Direktor Frédéric Haupert. „Nicht nur in der westafrikanischen Sahelzone werden seit einigen Jahren die Dürren häufiger und länger. Obwohl die Bevölkerung an das Überleben in der Trockenheit angepasst ist, lässt ihnen diese Häufigkeit keine Zeit mehr, sich zu erholen“, erklärt Haupert. „Hier, in den ärmsten Regionen der Welt, fern des öffentlichen Interesses, zeigt der Klimawandel sein zerstörerisches Gesicht.“

CARE hat die Nahrungsverteilung in Toudoun Al-Hadjim begonnen, einem Dorf in der Region von Tahoua in Zentralniger. Dort sind mehr als 40 Prozent der Bevölkerung von der Nahrungsmittelkrise betroffen.

In den kommenden Tagen verteilt CARE 2.000 Tonnen Getreide an mehr als 18.000 Haushalte. Damit werden rund 126.000 Menschen in über 600 Dörfern erreicht. Die am meisten gefährdeten Haushalte erhalten zunächst je 100 Kilo Getreide für durchschnittlich sieben Familienmitglieder.

Bereits Anfang April konnte CARE in Luxemburg a.s.b.l. gemeinsam mit der luxemburgischen Regierung ein umfassendes Hilfsprogramm auf den Weg bringen. In Partnerschaft mit der lokalen Bevölkerung werden 63.000 Menschen mit so genannten Cash-for-Work Programmen versorgt. Mit diesem Geld können sie Saatgut und Lebensmittel kaufen. Zudem sollen Futtermittelbanken ausreichend Viehfutter bereitstellen und Getreidebanken die Ernährung der Einwohner sicherstellen. Futtermittel- und Getreidebanken sorgen zudem langfristig dafür, ausreichend Nahrung und Futter zu speichern und für zukünftige Engpässe vorbereitet zu sein.

Für Rückfragen steht unser luxemburgisches Büro zur Verfügung:

Frédéric Haupert
Direktor, CARE in Luxemburg
Tel: 26203060
Mob: 621490942
Email: haupert[at]care.lu



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