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CARE fordert Beschleunigung internationaler Hilfe für Niger

Von: Kirsten Andrä

Pressekonferenz am 1. August - CARE-Vorstand Heribert Scharrenbroich machte sich bei einem viertägigen Besuch in Niger ein eigenes Bild von der Notlage: „Wir müssen die Lücke zur nächsten Ernte schnellstens schließen.“

Zwei unterernährte Kinder in traditioneller Bekleidung.
Die Zeit läuft ab: Kinder im Dorf Koumboula im Süden Nigers beobachten, wie Frauen ihre letzten Hirsevorräte stampfen. Foto: Reuters/Finbarr O'Reilly, www.alertnet.org

Die Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg fordert von der internationalen Staatengemeinschaft ein rascheres Handeln im Zusammenhang mit einer der schlimmsten Ernährungskrisen der letzten Jahre in Niger. Beim Besuch mit dem CARE-Nothilfekoordinator Wolfgang Tyderle in der Hauptstadt Niamey und Brennpunkten der Krise sagte Vorstandsmitglied und Staatssekretär a.D. Heribert Scharrenbroich: „Wir müssen die internationalen Hilfsmaßnahmen jetzt beschleunigen. Andernfalls werden die Menschen, die momentan noch voller Hoffnung ein paar Kilogramm Hirse und Weizen aus den Verteilstationen mit nach Hause nehmen, im Herbst verhungern. Es droht die schlimmste Hungerkatastrophe seit vielen Jahren.“

In Niger leidet derzeit jeder dritte Einwohner extremen Hunger. Vor allem Kinder sind betroffen. CARE hatte bereits vor Monaten davor gewarnt und gleichzeitig erste Hilfsmaßnahmen ergriffen. So konnte das internationale Hilfswerk bereits eine Million Euro bereitstellen. Heribert Scharrenbroich überzeugte sich in den Provinzen Tahoua und Maradi von der Arbeit seiner Organisation vor Ort: „ Wir haben heute gesehen, wie in einem kleinen Dorf in der Provinz Tahoua rund 90 Familien je einen Sack Getreide von CARE in Empfang genommen haben. Das erste Mal seit vielen Wochen wird die ganze Familie heute Abend satt. Was wir hier erreichen, geschieht auf der Grundlange jahrzehntelanger Erfahrung im Lande.“

CARE International stellt zudem die Infrastruktur vor Ort für die Verteilung der Hilfsgüter des UN-Welternährungsprogramms (WFP) zur Verfügung und wird einen Teil dieser Transportkosten übernehmen.  CARE plant darüber hinaus, im Rahmen der „Aktion Deutschland Hilft“ (ADH) spezielle Aufbaunahrung für Kinder und Schwangere zur Verfügung zu stellen.

Seit vielen Jahren führt CARE bereits zahlreiche Programme für die Not leidende Bevölkerung in Niger durch. Doch um das schreckliche Hungern in Westafrika zu stoppen, muss CARE seine Nothilfe ausweiten. Dafür sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen.

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