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CARE bekämpft Hunger in Niger

Von: Kirsten Andrä

Die Hilfsorganisation CARE International liefert derzeit und in den nächsten Wochen Hirse, Getreide, Öl, proteinreiche Kekse und andere Nahrungsmittel für über 200.000 hungernde Säuglinge und Kleinkinder, Schwangere und Mütter in Niger.

Abbildung vom Rücken eines abgemagerten Kindes. Die Rippen sind deutlich zu erkennen.
Eine Mutter bangt um das Leben ihres abgemagerten Kindes; Ernährungszentrum in der Stadt Maradi, Süd-Niger. Foto: Reuters/Finbarr O'Reilly, www.alertnet.org

CARE setzt in laufenden und geplanten Projekten insgesamt mehr als eine Million Euro ein, um den schwächsten von der Hungerkatastrophe betroffenen Menschen in Niger zu helfen. Allen voran erhalten Kinder, Schwangere, stillende Mütter und Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter Nahrungsmittel sowie medizinische Versorgung und Anleitung zur Ernährungssicherung. Die Nahrungsmittel werden über seit langem bestehende lokale Frauennetzwerke verteilt und gelangen so sicher zu den Bedürftigsten. Außerdem plant CARE, Saatgut und Viehfutter auszuteilen sowie die sanitäre Situation zu verbessern.

„Die Situation in Niger ist dramatisch. Angesichts dessen ist die jetzt von der Bundesregierung zugesagte Verdreifachung der Nothilfe auf 1,5 Millionen Euro zwar begrüßenswert, aber immer noch der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Wichtig ist zudem, dass ein Teil des Geldes über zivilgesellschaftliche Akteure verteilt wird, die die Strukturen vor Ort am besten kennen“, resümiert Wolfgang Tyderle, Nothilfeleiter von CARE Deutschland-Luxemburg.

Besonders brisant sind die Begleitumstände der Katastrophe: Der jetzt einsetzende Regen lässt ein paar zarte Grashalme sprießen, die die ebenfalls hungernden Viehherden dazu verführen, diese zu fressen. Dabei fressen die Ziegen reichlich Sand mit und verenden dadurch elendig. Die Ziegen sind aber wichtige Milchlieferanten für die hungernden Kinder. Eine Tragödie, die nur verhindert werden kann, wenn jetzt neben der Nahrungsmittelhilfe für die Menschen auch schnell genügend Viehfutter in die Region geliefert wird.

Außerdem sind die Menschen momentan vielfach zu schwach, um ihre Felder zu bestellen, so dass die nächste Ernte im September gefährdet ist. Zudem kündigt sich an der Grenze zwischen Tschad und Sudan momentan ein neuer Heuschreckenschwarm an, der sich zur Plage auswachsen und die Herbsterträge gefährden könnte.

CARE ist in den Provinzen Zinder, Tahoua, Diffa, Maradi sowie Mirriah engagiert. Nach Einschätzung der Hilfsorganisation sind über dreieinhalb Millionen Menschen in Niger unmittelbar durch die Hungerkatastrophe bedroht. Da auch die Nachbarländer unter der Katastrophe leiden, sind die langfristigen Projekte von CARE Deutschland-Luxemburg in Mali ebenso gefährdet wie in Niger selbst.

Seit vielen Jahren führt CARE bereits zahlreiche Programme für die Not leidende Bevölkerung in Niger durch. Doch um das schreckliche Hungern in Westafrika zu stoppen, muss CARE seine Nothilfe ausweiten. Dafür sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen.

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