Gegen Armut und Hunger im Air-Gebirge

Projektdaten

Lankarte von Niger.

Land/Region: Niger/Provinz Agadez
Kurzbeschreibung: Integrierte Armutsbekämpfung und partizipative Gemeinwesenentwicklung in zwei Gemeinden der Provinz Agadez
Lokale Partner: HED Tamat (nigrische NRO)
Finanzierung: CARE Deutschland-Luxemburg, Regierung von Luxemburg
Laufzeit: 09/2007 bis 08/2010 (abgeschlossen)

Turareg-Männer auf ihren Kamelen.
Foto: CARE/C.Harth

Im Air-Gebirge, am südlichen Rand der Zentralsahara, leben heute etwa 18.000 Tuareg-Nomaden. Sie gehörten einst zu den wohlhabendsten Völkern Afrikas. Unter schwierigsten klimatischen Bedingungen haben die Tuareg eine einzigartige Kultur entwickelt, die ihnen seit mehr als 2000 Jahren das Überleben in der Wüste ermöglicht. Heute ist diese Kultur bedroht, denn das Nomadenvolk lebt an der Armutsgrenze. Wie im Rest des Niger bildet die extreme Trockenheit im Air-Gebirge ein Hauptproblem für das Überleben. Doch es mangelt nicht nur an Wasser. Politische Ausgrenzung und Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen haben die Tuareg bis in die späten 90er Jahre von Nahrung, Bildung und Einkommensmöglichkeiten sowie jeder Gesundheitsversorgung abgeschnitten.

Wie hilft CARE?

CARE verfolgt einen übergreifenden Ansatz zum Aufbau der ländlichen Gemeinden im Air-Gebirge. Bereits seit mehr als fünf Jahren arbeitet CARE gemeinsam mit dem lokalen Partner HED Tamat dafür, dass die lokale Selbstverwaltung gestärkt und die allgemeinen Lebensbedingungen der Nomaden verbessert werden. Den Schlüssel zu einer nachhaltigen Entwicklung stellt dabei Bildung und die Schaffung von Basisinfrastruktur dar.

Das Projekt unterstützt die Nomaden beim Bau von vier Primarschulen und sieben Alphabetisierungszentren für Erwachsene. Zusätzlich werden drei Getreidemühlen, sechs Läden für den Verkauf von landwirtschaftlichen Produkten und ein Gesundheitszentrum eingerichtet. Neben vier Trinkwasserbrunnen und elf Viehbrunnen, werden mehr als 130 Gartenbaubrunnen befestigt errichtet, um eine verbesserter Wasserversorgung zu garantieren. In Schulungen erlernen die Tuareg außerdem alternative Anbaumethoden, um die Erträge ihrer Hausgärten zu erhöhen.

Durch die Gründung von Dorfentwicklungskomitees soll eine schrittweise Demokratisierung gefördert werden. Politische und gesellschaftliche Themen, wie Konfliktbewältigung, Menschenrechte und demokratische Mitspracherechte werden vermittelt, um das traditionelle Clansystem allmählich abzulösen. Als einen ersten großen Erfolg dieses Projektansatzes kann die Beteiligung einzelner Tuareg auf kommunaler Ebene und im nigrischen Parlament gewertet werden.

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