Land/Region: Kenia/ Flüchtlingslager Dadaab
Kurzbeschreibung: Sicherung der Wasserversorgung im Flüchtlingslager Dadaab
Lokale Partner: CARE Kenia
Finanzierung: Humanitäre Hilfe des Ministère des Affaires Etrangères du Grand Duché de Luxembourg
Laufzeit: Januar 2010 bis Juni 2010
Das Flüchtlingslager von Dadaab liegt im Nordwesten von Kenia und besteht seit mehr als 15 Jahren. Mittlerweise leben hier knapp 300.000 Menschen. Täglich kommen Flüchtlinge aus Somalia an, um Schutz zu suchen vor Gewalt, Armut und Perspektivlosigkeit.
Die Ressourcen des Lagers stoßen zunehmend an ihre Grenzen. Vor allem die Bereitstellung von Trinkwasser wird immer schwieriger. Mittlerweile werden die Generatoren der Bohrlöcher bis zu 17 Stunden täglich betrieben, um genügend Trinkwasser zu fördern. CARE errichtet immer neue Bohrlöcher, um dem Bedarf gerecht zu werden. Doch die Generatoren und Pumpen werden durch den hohen Bedarf vollkommen überlastet. Wöchentlich fallen an den 20 Bohrlöchern ein bis zwei Generatoren aus, was dramatische Folgen für die Wasservorsorgung hat: Die Menschen müssen das Wasser aus anderen Teilen des Lagers herbei schaffen und die übrigen Generatoren müssen noch länger laufen. Im schlimmsten Fall droht damit ein totaler Ausfall der Wasserversorgung, weil die Generatoren nicht mehr gewartet werden können.
CARE stellt weitere Dieselgeneratoren, Wassertanks und Motorpumpen zur Verfügung. Alle diese Geräte sind mobil. Sie können also im alltäglichen Betrieb flexibel an jenen Bohrlöchern eingesetzt werden, an denen gerade ein Teil der Technik ausgefallen ist. Aber die Mobilität hat auch andere Vorteile: Jedes Jahr wird ein Teil der Flüchtlinge zeitweise umgesiedelt, da in den tiefer gelegenen Teilen des Camps Überschwemmungen drohen. Die Flüchtlinge können auf höher gelegenen Gebieten in Sicherheit gebracht werden, aber bisher war ihre Versorgung mit Trinkwasser dann schwierig. Mit den neuen mobilen Geräten können die Menschen nun auch während der Überschwemmungsphase zuverlässig mit sauberem und frischem Trinkwasser versorgt werden.

Frédéric Haupert
haupert[at]care.lu
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