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Mit dem Rücken zur Wand

Zurück können sie nicht mehr. Da wartet Gewalt, wie in der Region Darfur im Sudan. Oder Überflutungen, wie im Irrawady-Delta in Myanmar, nachdem Wirbelsturm Nargis die Küste verwüstete. Manchmal wartet zu Hause aber auch schlicht die permanente Armut, die einen jeden Tag aufs Neue verzweifeln lässt.
Also machen sich die Menschen auf den Weg.  Wie in Sri Lanka, im April: Zu Fuß durch unwegsames Gelände, mit nichts als ihren Kleidern am Körper.  Oder in Pakistan, im Mai und Juni: Mit ihrem schnell zusammengerafften Hab und Gut, ein paar Tieren und der Hoffnung, unterwegs nicht in Gefechte zu geraten. Und jeden Tag, in Nordafrika: dort fahren wackelige kleine Holzboote aufs Mittelmeer hinaus und damit viel zu häufig in den sicheren Tod.

Flucht bedeutet endlose Strapazen, Hunger, Durst, Trennung von Familienmitgliedern und ständige Furcht. Und das für 42 Millionen Menschen. So viele Menschen sind weltweit auf der Flucht – das entspricht mehr als der Hälfte der deutschen Bevölkerung. Das  UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat kürzlich die neueste Weltflüchtlingsstatistik vorgelegt. Demnach gibt es weltweit 16 Millionen Flüchtlinge und 26 Millionen Binnenvertriebene. Das sind Menschen, die innerhalb ihres Heimatlandes fliehen mussten. Auf dem Papier zählt diese Unterscheidung, denn Flüchtlinge haben einen anderen Rechtsstatus. Gleich ist für die Menschen jedoch ihre Not.

Auch der Klimawandel zwingt zur Flucht

Immer häufiger müssen Menschen auch deshalb ihre Heimat verlassen, weil der Klimawandel ihnen das Leben schwerer macht: Dürren nehmen in der Sahelzone zu, heftige Überflutungen im asiatischen Mekong-Delta.  Eine Studie von CARE und der UN hat das vor kurzem auch empirisch belegt.

80 Prozent aller Flüchtlinge befinden sich in Entwicklungsländern. Pakistan beherbergt insgesamt 1,8 Millionen Flüchtlinge. Allein das ist schon schwierig zu stemmen für ein Land, das in weiten Teilen von extremer Armut geprägt ist. Seit Mai dieses Jahres sind auch mehr als 2,7 Millionen Pakistanis im eigenen Land vertrieben. Sie mussten vor Gefechten zwischen Taliban und Regierungstruppen im Nordwesten des Landes fliehen.   

 

Wo kommen die meisten Flüchtlinge her? Die UNHCR-Weltkarte zeigt es:

Quelle: UNHCR - Für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf das Bild.

Was tut CARE?

Im Jahr 2008 hat CARE 2,2 Millionen Kriegsflüchtlinge und intern Vertriebene versorgt. Dazu kommen 800.000 Menschen, die kurz- und mittelfristig aufgrund von Naturkatastrophen fliehen mussten. Die aktuellsten Nothilfeeinsätze (Pakistan, Sri Lanka, Bangladesch, Dadaab) stellen wir Ihnen im Flüchtlingsdossier vor. Daneben arbeitet CARE aber auch in vielen weiteren Ländern, um vertriebenen und geflohenen Menschen zu helfen:

Im November letzten Jahres gab es erneute Ausschreitungen im Kongo. Dort hilft CARE den Binnenflüchtlingen.

Und 2008 in Myanmar, als enorme Fluten das Irrawaddy-Delta überschwemmten, verteilte CARE Familien-Pakete, die Kochutensilien, Kleidung, Moskitonetze, Kleidung, Seife und verschiedene Hygieneartikel enthalten.

Im südlichen Tschad, wo vor allem Menschen aus der Zentralafrikanischen Republik eine vorläufige Bleibe gefunden haben, kümmert sich CARE um die Wasserversorgung im Flüchtlingslager.

Aber auch Menschen, die in ihre Heimat zurückkehren, brauchen Unterstützung. Deshalb hilft CARE in Ruanda Heimkehrern aus Tansania, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren.

Sie können CARE bei der Versorgung der Flüchtlinge unterstützen:

Für  15 Euro können 100 Liter Trinkwasser gereinigt werden. Damit kann eine fünfköpfige Familie einen Tag versorgt werden.

 20 Euro kosten fünf Moskitonetze, die in tropischen Regionen vor dem Stich der Anopheles-Mücke schützen. Sie überträgt Malaria.

 80 Euro kostet ein Überlebenspaket für eine sechsköpfige Familie für einen Monat (Plastikplane, Kanister, Eimer, Schlafmatten, Decken, Moskitonetze, Waschmittel).

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