Im März 2008 wurde CARE in Luxemburg a.s.b.l. gegründet. Und gleich im ersten Jahr wurde die humanitäre Hilfe aus Luxemburg auf eine schwere Probe gestellt. Zwar lag die Zahl der Katastrophen leicht unter den Angaben zum Vorjahr, jedoch forderte seit dem Tsunami-Jahr 2004 kein Jahr mehr so viele Opfer durch Katastrophen wie 2008. Lag die Opferzahl 2007 noch bei 16.871, ließen 2008 235.816 Menschen bei Katastrophen ihr Leben.
Die größte und dramatischste Naturkatastrophe des Jahres – der Wirbelsturm Nargis in Myanmar – wurde zum ersten Prüfstein für CARE in Luxemburg. Im Mai forderte der Sturm etwa 138.000 Opfer und machte Hunderttausende obdachlos. Dank der luxemburgischen Bevölkerung und seiner Regierung konnte CARE im Mai bereits kurz nach dem Zyklon Hilfspakete an 3.171 Familien verteilen.
Im Sommer starteten wir unsere Hilfe für somalische Flüchtlinge, die neu in dem kenianischen Flüchtlingslager Dadaab Schutz gesucht haben. Im größten Flüchtlingslager Afrikas wurden sie mit sauberem Wasser und Wasserkanistern versorgt. Nur so können Krankheiten vermieden werden, die durch verschmutztes Wasser übertragen werden und bei den geschwächten Flüchtlingen lebensgefährlich sind.
Im Anschluss half CARE, den Kriegsopfern in Georgien durch den Winter zu kommen. In der Grenzregion zwischen Georgien und Russland wurden während des Konfliktes viele Häuser zerstört. CARE unterstützte die Menschen dabei, zumindest einen Raum pro Haus gegen Kälte und Witterung zu schützen. Darüber hinaus erhielten die Familien Holzrationen zum Heizen. Im Oktober zerstörte ein Erbeben in Pakistan in der Region Belutschistan zahlreiche Häuser. Mit Decken und robusten Zelten half CARE in Luxemburg dank der luxemburgischen Spenden, den Obdachlosen, dem nahenden Winter zu trotzen.
Dürren und die globale Nahrungsmittelkrise sorgten und sorgen bis heute in Äthiopien für eine dramatische Nahrungsmittelknappheit. Daher setzte sich CARE in Luxemburg dafür ein, 1.800 stark unterernährte Kinder, schwangere Frauen und stillende Mütter mit speziell angereicherter Nahrung zu versorgen. Weitere luxemburgische Spenden unterstützen die CARE-Hilfe in Zimbabwe und der Demokratischen Republik Kongo. Beide Krisen werden auch 2009 einen Schwerpunkt der Arbeit von CARE in Luxemburg bilden. Neben den langfristigen Flüchtlings- und Ernährungskrisen wird CARE auch 2009 wieder viel Energie darauf verwenden, Menschen zu helfen, die akut von klimabedingten humanitären Katastrophen betroffen sind. Die schnelle weltweite Hilfe nach Stürmen, Überschwemmungen und Dürren bleibt die Kernkompetenz von CARE in Luxemburg.
Möglich wird die schnelle Umsetzung der CARE-Hilfe aus Luxemburg nur durch die Unterstützung der luxemburgischen Partner. Allen voran das Außenministerium, das die humanitäre Hilfe von CARE erheblich unterstützt.
Die CARE-Spender haben der Organisation von Beginn an viel Vertrauen geschenkt. Ab 009 können sie CARE-Spenden steuerlich geltend machen. Weitere Kooperationen mit der Gemeinde Luxemburg, luxemburger Unternehmen und vor allem den luxemburger Schulen haben CARE zu einem integralen Teil der luxemburgischen Gesellschaft werden lassen. Auch in Zukunft wird CARE das Angebot für Schülerinnen und Schüler ausbauen.
Um die schnelle Reaktionsfähigkeit nach Katastrophen auch weiterhin zu stärken, wird die Zusammenarbeit mit luxemburgischen Service-Clubs, wie dem Gründungsmitglied Lions International District 113, weiter ausgebaut.
CARE L - Internationale Nothilfe und Armutsbekämpfung
Die transatlantische und europäische Tradition von CARE L
Die Einbindung von CARE L in die CARE-Familie
CARE L - dem guten Ruf verpflichtet
Hier finden Sie unsere Satzung
Wirbelsturm Ketsana traf im Herbst 2009 auf Laos. Direkt nach der Katastrophe brachte CARE lebensrettende Hilfe auf den Weg. Anfang 2010 wird diese Nothilfe durch Programme ersetzt, die nachhaltig die Ernährungssituation der Bevölkerung verbessern sollen. Dabei kann eine Ziege einer kleinen Familie direkt und nachhaltig helfen. Die Milch bereichert die tägliche Speisekarte und nach wenigen Jahren haben sich die Ziegen vermehrt.